Als durchgängig gekennzeichnete Wegverbindung zwischen Ilmtal - Radweg und
Saale - Radwanderweg umfasst der Mühlen - Radwanderweg insgesamt 23 km.
Er beginnt in der ehemaligen Residenzstadt Rudolstadt. Vom Saale - Radwanderweg im Heinrich-Heine-Park fährt man durch die Bahnunterführung und folgt der Ausschilderung. Als erste Mühle passiert man die Untermühle, die älteste Wassermühle der Stadt Rudolstadt, die heute allerdings nur noch als Wohnhaus dient.
Entlang der Remdaer Rinne führt der Mühlenradweg zur Mittelmühle. Hier wurde noch bis 1956 gemahlen. Zum Deutschen Mühlentag öffnet die Mittelmühle, die sonst nur noch als Wohnhaus dient, jährlich ihre Pforten und lockt viele Besucher an. Weiter der Ausschilderung folgend gelangt man zum Baumgarten, einer ehemaligen Parkanlage des Schlosses Heidecksburg. Von hier lohnt ein Abstecher zum hoch über der Stadt thronenden Residenzschloss Heidecksburg, dem Wahrzeichen der Stadt Rudolstadt.
Durch den Baumgarten fährt man weiter entlang der Rinne, quert die B85 und gelangt auf einem gut befestigten Weg in die Dörfer Pflanzwirbach und Ammelstädt. Dort passiert man die nächste Mühle, deren Fassade zwar erhalten geblieben ist, die aber heute als Mehrfamilienhaus dient. Durch das Gewerbegebiet und nach Überquerung der B88 radelt man in idyllischer Ruhe entlang der Rinne bis zu dem Dorf Teichröda. Ein Abstecher zur Wüstung „Hopfgarten“ ist ebenso empfehlenswert wie zur Obermühle*.
Dort findet man noch ein Wasserrad in Betrieb vor und der Mühlenwirt ist auch gerne bereit, auf Anfrage eine kleine Führung zu machen.
Durch Wäldchen und Wiesen sowie an gut gepflegten Feldern vorbei können Sie
z. B. ein Wildgehege bei Teichröda bestaunen. Über den gut befahrbaren Feldweg gelangt man weiter zur Feldmühle*.
Diese war bis 1957 in Betrieb, dient jetzt aber nur noch als Wohnhaus.
Ebenso die Heilsberger Mühle*, die keine 3 km weiter ebenfalls an der Rinne steht.
Nun führt der Weg nach Eschdorf und über einen kurzen steilen Anstieg auf den „Schlangenweg“, einen gewundenen Waldweg entlang der Anhöhe nach Remda.
Dem Radfahrer kommt das „Auenland“ der Hobbits in Erinnerung, bis er schließlich den Wald verlässt und sein Rad bis Remda ausrollen kann. Dort fährt er an einem denkmalgeschützten Marktbrunnen vorbei,
dem Bielentenbrunnen, um schließlich am anderen Ende Remdas nach links abzubiegen.
Bis Ehrenstein führt der Radweg nun auf einer wenig befahrenen Straße. Die weitere Strecke führt über Döllstedt nach Kleinhettstedt. In Kleinhettstedt trifft der Radler auf den Ilmtalradweg. Sehenswert ist die Kunst- und Senfmühle Kleinhettstedt, die zu besichtigen ist und auch einen Gastronomiebetrieb beherbergt. |
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Von der „oberen“ und der „unteren“ Mühle in Teichröda ist nur die Obermühle noch erhalten. Diese nutzt seit 1486 die Wasserkraft der Remdaer Rinne über einen Mühlengraben, um über zwei Holzwasserräder sowohl ein Mahl- als auch ein Sägewerk anzutreiben. 1942 wurde die Sägemühle stillgelegt und das Wasserrad entfernt. 1952 wurde vom damaligen Mühlenbesitzer Walter Hoffmeister zur Erhöhung des Wirkungsgrades der Wasserkraft noch eine Turbine eingebaut. Die Mühle wurde durch den jetzigen Besitzer, Herrn Dietmar Hoffmeister, liebevoll restauriert und das Wasserrad kann auch heute noch betrieben werden. In der Mühle befindet sich ein kleines Mühlenmuseum, das nach Absprache besichtigt werden kann. Außerdem befindet sich dort eine Ferienwohnung mit 32 qm. Der restliche Teil des Wohnhauses wird noch von dem letzten Müllermeister Hugo Hoffmeister und dessen Enkel bewohnt.
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