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Remda-Teichel
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Ammelstädt

An der B 85, unmittelbar angrenzend an den Ortsteil Pflanzwirbach bei Rudolstadt, liegt der kleine Ort „Ammelstädt“. Die Ortsbezeichnung wird aus dem Personennamen Amahung hergeleitet. Erstmals erwähnt wird „Amelungestete“ 1350 in Urkunden Friedrich des Gestrengen als orlamündischer Besitz. Nach wechselnden Besitzern kam es im 15. Jhrd. unter schwarzburgischen Besitz, 1805 wurde das Dorf in die Landeshoheit von Sachsen - Gotha - Altenburg eingegliedert und 1826 schließlich in Besitz der Herzogs von Sachsen - Altenburg. Mit der Gründung der Kreise in Thüringen, nach dem ersten Weltkrieg, wurde Ammelstädt 1922 in den Kreis Rudolstadt eingegliedert. Von 1923 bis 1924 waren die Gemeinden Pflanzwirbach und Ammelstädt zu einer Gemeinde vereinigt. Von 1991 - 1996 gehörte es, als selbstständige Gemeinde, zur Verwaltungsgemeinschaft Teichel, wurde im Zuge der Gebietsreform 1997 in die Einheitsgemeinde Stadt Remda-Teichel als Ortsteil eingemeindet. Ammelstädt lag an der spätmittelalterlichen Kupferstraße von Mansfeld nach Nürnberg, heute die B 85.
Bemerkenswert ist, dass Ammelstädt als herzoglicher Besitz der Altenburger, seit 1825 eine Enklave innerhalb des „Schwarzburgischen“ war. Davon zeugen heute noch ca. 160 von 190 markanten Grenzsteinen. Zur Prüfung der Kennzeichnung der Gemarkungsgrenzen führten und führen die Ammelstädter in regelmäßigen Abständen eine Grenzbegehung - den so genannten „Flurzug“ - unter großer Beteiligung der Einwohner durch.
Neben den Bauernwirtschaften gab es eine Getreidemühle und eine Dampfbrauerei, die später

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bis 1990 als Mosterei genutzt wurde.
Seit 1990 hat Ammelstädt seine Bevölkerungsstruktur grundlegend geändert. Vor dieser Zeit waren Bauernwirtschaften, zuletzt in der LPG der Haupterwerb der Einwohner. Heute prägt ein ab dem Jahre 1992 erschlossenes ca. 9,20 ha großes Gewerbegebiet das Leben des Ortes. Nur noch wenige Einwohner arbeiten in der Agrargenossenschaft Teichel.
17 Gewerbebetriebe oder Gewerbetreibende sind im Ort ansässig.
Das Gasthaus, mit einem sehr schönen Saal für ca. 120 Personen, biete nach wie vor eine gute Küche. Das Vereinshaus (Kapazität für ca. 30 Personen) wird sowohl von den Vereinsmitgliedern, als auch von den Einwohnern genutzt.
Im Ort, mit seinen ca. 160 Einwohnern, gibt es einen sehr aktiven Feuerwehr- und Heimatverein, der die alten Traditionen pflegt und neue ins Leben gerufen hat. Besonders das alle 2 Jahre durchgeführte „Backmullenrennen“ auf der angestauten Remdaer Rinne, die mitten durch das Dorf fließt, ist eine Veranstaltung mit großer Anziehungskraft für die gesamte Umgebung. Der Feuerwehr- und Heimatverein Ammelstädt e. V. hat ein gut eingerichtetes Vereinshaus mit kleiner Küche, geeignet für Feierlichkeiten bis zu 30 Personen. Zu erfragen beim Vereinsvorsitzenden Mario Jahn - Tel.: 03672 - 412893.

Im Ort sind folgende Gewerbebetriebe angesiedelt:

            - Häusliche Kranken- und Altenpflege Kornelia Kürbs
            - EBO Elektroservice Eckhard Bock
            - EUROTOUR Gruppen- und Paketreisen Anja Hetzer
            - Gasthaus Ammelstädt mit Saal für ca. 150 Personen, Parkplatz für Busse und Pkw
            - Geschenk-Ideen Sonja Thieme
            - Hausmeister-Service Harald Ring

Im Gewerbegebiet sind angesiedelt:

            - EMSTAR Zubehör für Computer und Drucker
            - SFT Saale Fußbodentechnik GmbH
            - Kraft GmbH Bäckerei und Konditorei
            - Lackier- und Karosserie Center Petra Fischer
            - Ratioform Verpackungsmittel Berg
            - Stempel und Pokale B. Berg
            - Auto Irmscher Chevrolet - Vertragshändler und Werkstatt
            - Leo - Tankstelle
            - Reifendienst und Autoservice Siptroth GmbH
            - Schmiede Schaala, Betriebsteil Ammelstädt

Außerdem sind im Gewerbegebiet noch preisgünstige Flächen zur Ansiedlung von Unternehmen (1000 - 3000 qm) frei. Zu erfragen in der Stadtverwaltung Remda-Teichel, Tel.: 036744 - 34613.

Ammelstaedt
Ammelstaedt 2 Ammelstaedt 3


Altremda

liegt ca. 335 m ü. NN, Bodenfunde lassen auf eine Besiedlung seit dem 2./3. Jahrhundert schließen, wobei verschiedene Flurnamen wie Blonje, Bollwitze, Röbitze, möglicherweise auch Kalm, auf Siedler slavischer Herkunft hinweisen. Das Dorfbild wird von der, nach einem Brand im Jahre 1893, neu errichteten Dorfkirche geprägt.
Nach dem im Jahre 1217 beide Remehde erwähnt wurden, setzte sich seit 1290 der Ortsname Altremda durch. Die noch erkennbaren zwei Ortskerne lassen auf zwei Siedlungen schließen. Einer der Siedlungskerne liegt bei der Kirche. Die ehemaligen Bauernhöfe gruppieren sich entlang einer schmalen Straße, die in westlicher Richtung nach Ehrenstein führt. 95 Einwohnner zählt der Ort.
 




Breitenheerda (mit Tännich)

An der Grenze des Kreises Saalfeld-Rudolstadt zum Ilmkreis erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung in einer Einsättelung zwischen den steil aufragenden Muschelkalkhängen des Kalmberges und des Tännichberges der Ortsteil Breitenheerda in einer Höhe von 410-415 Metern. Es bildet den Hauptteil des Ortes, der den kleinen Ortsteil Tännich einschließt und dessen Gemarkung Waldareale der Forstbezirke Tännich und Ziegenleite umfasst. Die Fachwerkhäuser des Ortes sind zum Großteil mit Putzfassaden versehen, so dass die Ursprünglichkeit nur noch an wenigen Stellen zu sehen ist.
Auf dem großen Kalmberg befand sich ab Ende 1970 bis zur Wende ein NVA Standort. Der Ort hat 185 Einwohner.



Die Kirche in Breitenheerda

Die Kirche ist ein neugotischer Bau, der anstelle einer mittelalterlichen Vorgängerkirche von 1895-1897 errichtet wurde. Die Steine für den Kirchenbau wurden damals im angrenzenden Tännichsberg gebrochen. Der Krichenraum wurde mit Grabplatten der Familie von Schönefeld ausgeschmückt. Durch Schäden am Dach und Befall durch Hausschwamm kam die Kirche im Laufe der DDR-Zeiten leider an den Rand des Verfalls. Seit mehreren Jahren wird sich mit vereinten Kräften um den Wideraufbau bemüht. Infolge der schweren Schäden und der hohen Kosten ist dieser Weg lang. Dach und Dachstuhl konnten bereits saniert werden. Aber am Mauerwerk und im gesamten Innenbereich gibt es noch sehr viel zu tun. Die Kirchengemeinde ist für jede Hilfe dankbar.
Der Kontakt ist möglich über Pastorin Kosmalla im Pfarramt in Dienstädt,
Tel.: 03629 - 812655 bzw. vor Ort für eine Besichtigung über den Kirchenältesten
Helmut Höhn, Tel.: 036744 - 30026

Breitenheerda 1 klBreitenheerda 2k

Breitenheerda Kirche Breitenheerda 3 k


Eschdorf

Im Zusammenhang mit der Ersterwähnung des Eschdorfer Tores in Remda im Jahr 1372 kann das Bestehen des gleichnamigen Dorfes nachgewiesen werden. Das kleine Straßendorf wird von der Dorfkirche, welche in den Jahren 1860/61 an Stelle der baufälligen alten Kirche errichtet wurde, überragt. Die Kirche „Unser lieben Frauen“ war im 15. Jhrd. ein bekannter Wallfahrtsort. Nach der im Jahre 1972 begangenen 600-Jahrfeier der Ersterwähnung von Eschdorf, wurde in den folgenden Jahren, bis zum heutigen Tag, jeweils am dritten Wochenende im Juli das „Heidelbeerfest“ gefeiert. Dies soll daran erinnern, dass in der Vergangenheit die Einwohner ihren oft kärglichen Lebensunterhalt, neben dem Betreiben kleinerer Landwirtschaftsbetriebe, auch durch das Sammeln und Verkaufen von Waldfrüchten bestreiten mussten. Der im Jahr 1998 gegründete „Heidelbeerverein Eschdorf e. V.“ fühlt sich dieser Tradition verpflichtet und richtet gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr dieses Dorffest aus. Der Ort hat 66 Einwohner.


 


Geitersdorf

Wer von der B85 in die Stichstrasse nach Geitersdorf einbiegt, kommt nach einem Kilometer in das von Fachwerkhäusern und altem Baumbestand geprägte Dorf mit seinen knapp 90 Einwohnern. Der Ort wird dominiert von der auf einer Anhöhe stehenden Kirche aus dem 17. Jahrhundert sowie dem Gemeindehaus am Dorfanger. Wegen seiner ydillischen Lage- umgeben von fast 600 Meter hohen bewaldeten Muschelkalkbergen - wird das Tal im Volksmund "die kleine Schweiz" genannt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das "Rundangerdorf" als "Gudisdorf" im Jahre 1349.

Geitersdorf 1 Geitersdorf 2
Geitersdorf 3 Geitersdorf 4


 

 

  

Haufeld

Die Ortschaft Haufeld ist ein typisches Thüringer Straßendorf, welches auf der Hochebene zwischen Ilm und Saale liegt.
Die erste urkundliche Erwähnung findet Haufeld, damals noch unter dem Namen „Hauuenenfelde“, im Kloster zu Fulda. Die Urkunde stammt aus dem Jahre 900 und beinhaltet eine Schenkung großer Teile Haufelds von Rüdiger zu Hauuenenfeld an das Kloster.
Im Bruderkrieg wurde der Ort völlig zerstört, das war etwa im Jahre 1450.
Der Neuaufbau des Dorfes erfolgte dann an jetziger Stelle. 1611 wurde der Ort an den Grafen von Hohenlohe verkauft.
Seit dem Jahre 1618 trägt der Ort den Namen Haufeld. Bis 1952 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Weimar, danach zu Rudolstadt.
Die Dorfkirche zu Haufeld hat durch seine im Jahre 1931 freigelegten spätgotischen Wandmalereien im gotischen Chorgewölbe einmalige Bedeutung von europäischem Rang.
Die Sehenswürdigkeit kann nach Voranmeldung besichtigt werden.
Außerhalb des Ortes befindet sich eine große alte Knolllinde.
Haufeld beging 2001 seine 1100 Jahrfeier und hat 125 Einwohner. Der Ort ist Bestandteil der Denkmalliste des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege.

Haufeld1 hAUFELD §
Haufeld 2

 

 


 

Heilsberg

Die Ortschaft Heilsberg, welche am Fuße des Viehberges (507 m ü.NN) liegt, gehört ebenso wie Remda, zu den ältesten Siedlungen im Norden des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt.
Es ist davon auszugehen, dass es sich bei dem im 8. Jh. im Besitz des Kloster Fulda aufgeführten Ort „Habechesberg“, um das heutige Heilsberg handelt.
Der Sage nach hat der Heilige Bonifazius auch in Heilsberg geweilt und hat dem heiligen Born bzw. der Bonifaziusquelle seinen Namen gegeben. Wobei diese Quelle auch heute noch Heilkraft nachgesagt wird und das Quellwasser von Heilsberg Bürgern sowie auch auswärtigen Besuchern diesbezüglich genutzt wird.
Die Dorfkirche, deren Turm im Jahr 1718 und deren Langhaus im Jahr 1764 erneuert wurde, wurde in den vergangenen Jahren - unter Einbeziehung einer Vielzahl von Kirchgemeindemitgliedern und Einwohnern, einer grundhaften Instandsetzung unterzogen. Durch die Beharrlichkeit des Kirchgemeinderates war es auch möglich, die historisch und kirchlich äußerst wertvollen Apostelfiguren wieder in ihrer ursprünglichen Heimstatt, der Kirche in Heilsberg, zu vereinigen.
Im Jahr 2002 bereitete eine Interessengemeinschaft von Bürgern das 100-jährige Jubiläum der Errichtung der Bismarck - Feuersäule auf dem Viehberg vor. Durch eine Schäferei sowie mehrere Haupt- und Nebenerwerbslandwirte werden die landwirtschaftlichen Flächen in der Gemarkung genutzt. Heilsberg hat etwa 230 Einwohner.

Heilsberg 1 Heilsberg 2
Heilsberg 3


Kirchremda

In einer kleinen Talsenke zwischen Muschelkalkhügeln liegt das 61 Einwohner zählende, kleine ehemalige Gassendorf Kirchremda.
1326 wird Kirchremda von den übrigen Remda-Orten unterschieden.
Die namengebende Kirche mit dem langen Haus von 1756 enthält einen aus Teilen verschiedener Schnitzaltarteile aus dem 15. und 16. Jahrhundert gefertigten Kanzelbau von 1713. Im Ortsbild fällt die nach der Wende in Angriff genommene umfangreiche Erneuerung der Wohngebäude auf, die sich, wie auch die Stallanlagen, in einem schlechten Bauzustand befanden.

Kirchremda 1 Kirchremda 3
Kirchremda 2


 
   

Milbitz b. Teichel

Fast allseitig von schützenden Kalkbergen umgeben, liegt die Ortschaft Milbitz in einem Tal südlich des 522 m ü.NN hohen Krätzberges.
Im Unterschied zu Milbitz bei Rottenbach wird der Ortsteil Milbitz bei Teichel bezeichnet.
Nach diesem Ort nannte sich die seit dem 13. Jh. in Erfurt wohnende Patrizierfamilie „von Milbitz“, an derer Milbitzer Adelssitz noch Kelleranlagen erinnern, die um die Jahrhundertwende am oberen Ortsausgang bei der so genannten 1000-jährigen Eibe aufgefunden wurde.
Dank der geschützten und klimatisch exponierten Lage wurden in Milbitz bis ins 18. Jh. Weinberge bewirtschaftet.
Der Ort wurde erstmals 1350 erwähnt. Der Name bezieht sich auf den Ort eines Mil(a). Eine alte, aus dem Saaletal kommende Straße, noch als tief ausgefahrener Hohlweg erkennbar, zog sich von Milbitz steil zur Ilmplatte hinauf.
Milbitz gehörte als Kochbergisches Adelsdorf zur Herrschaft Oberkranichfeld und mit dieser zu Sachsen - Gotha. Erst im Jahre 1825 kam es im Rahmen eines Gebietsaustausches zu Schwarzburg - Rudolstadt.
Das Dorfbild wird heute noch von einer Vielzahl von Fachwerkhäusern geprägt.
Die Fachwerkhäuser des Ortes gruppieren sich um die 1696 an der Stelle einer älteren erbauten Dorfkirche, deren schlichter Hauptbau mit vorgesetztem vierkantigem Turmteil ein Satteldach und eine schiefergedeckte Turmspitze trägt. Ein Steinkreuz aus Sandstein in der Milbitzer Flur wurde 1996 als Bodendenkmal unter Schutz gesetllt. Milbitz bei Teichel hat 82 Einwohner.

Milbitz 4
Milbitz 2 Milbitz 1


 

Remda

Diese drei Ortschaften gehören, ebenso wie die Ortschaft Sundremda, nach den vorliegenden urkundlichen und archäologischen Erkenntnissen und Quellen mit zu den ältesten Siedlungen Ostthüringens.
Sie gehörten zu den bereits im 8. Jahrhundert erwähnten drei Weilern der Gruppensiedlung „tres villulae Remmidi“, welche aus den Besitzverzeichnissen der Klöster Fulda und Hersfeld hervorgehen.
Remda bildete dabei stets den Mittelpunkt.
Im 12. und 13. Jahrhundert wurde Remda mit einer in etwa 300 m im Quadrat messenden Mauer sowie einem Graben umgeben. Reste dieser Stadtbefestigung und drei (zwei vollständig und einer teilweise) der ehemals 4 Ecktürme der Stadtmauer sind noch erhalten.
In Remda wurde in den Jahren 1954 bis 1959 eine großzügige zentrale Schule errichtet, welche heute leider nur noch teilweise durch die Grundschule Remda genutzt wird.
Mit dem Bau des „Haus der Vereine“ mit Sporthalle in den Jahren 1994 bis 1998 wurde insbesondere den Sportvereinen eine neue Heimstatt geschaffen.
Im Jahre 2001 beginnen die Bürgerinnen und Bürger das 1225-jährige Jubiläum der Ersterwähnung von Remda mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und einem großen Festumzug.
Neben einer Vielzahl von Handwerks- und Gewerbetreibenden bildet die Landwirtschaft eine nicht unbedeutende wirtschaftliche Größe in Remda und seinen Ortsteilen. Remda zählt 838 Einwohner.

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Remda 1 Remda 2


 

Sundremda

ein kleines Haufendorf in der Talsenke am Fuße des Linzig- und Lohberges, beherbergt ungefähr 260 Einwohner und ist laut ersturkundlicher Erwähnung etwa 1230 Jahre alt. Es liegt an den Ausläufern des Thüringer Waldes und ist umgeben von sanften Hügeln, Wiesen und Feldern. Die Landschaft lädt ein zum Verweilen, Wandern oder Radwandern am Mühlenradwanderweg Saale-Ilm.
Neben der mittelalterlich anmutenden steinernen Kirche bildet das kleine Vereinshaus „Edelweiß“ mit seinem gemütlichen Vereinsraum das Zentrum des Ortes. In Anlehnung an die Burschenschaft „Edelweiß“ aus den 1920-er Jahren und deren Fahne, die das Edelweiß trägt, hat sich der vor sieben Jahren gegründete Verein diesen Namen gegeben. Unter seinen Fittichen werden die drei großen Dorffeste Fasching, Frühlingsfest und Kirmes veranstaltet und die Aktivitäten der Mitgliedsvereine Obstbau, Landfrauen und Feuerwehr unterstützt. Überhaupt ist die Stärke dieses Ortes seine Gemeinschaft, so dass ein reges Dorfleben für die Einwohner selbstverständlich ist.
Ein kleiner Dorfladen und mindestens ein Direktvermarkter sorgen für die kulinarischen Bedürfnisse der Bewohner.
Trotz seiner idyllischen Lage sind es von Sundremda keine 45 Min. Autofahrt zu den geschichtsträchtigen Orten Weimar, Erfurt und Jena. Auch die Feengrottenstadt Saalfeld und gleich zwei Spaßbäder sind keine halbe Stunde entfernt.
Sich auf dem Land erholen, hier in Ruhe leben und woanders zu arbeiten oder touristische Attraktionen besichtigen: hier ist das möglich. Sundremda zählt 253 Einwohner.

Sundremda Sundremda Kirche

 

 


 

Teichel

...war bis zu seiner Eingemeindung in die Stadt Remda-Teichel - im Jahr 1997 - eine der kleinsten Städte im Land Thüringen.
Die urkundliche Ersterwähnung wird auf eine aus dem Jahre 1076 datierte Fuldaer Urkunde, welche die Ortschaft Tucheldi erwähnt, zurückgeführt.
Teichel liegt, umgeben von steilen Kalkbergen direkt an der B 85 zwischen Weimar und Rudolstadt.
Die ältesten Funde eines Siedlungsplatzes stammen vom 5. Jh.v.Ch. Der Flurname Manelahause westlich des Ortes lässt ebenfalls auf ein hohes Alter schließen. Teichel gehörte bis 1918 zur Grafschaft bzw. Fürstentum Schwarzburg - Rudolstadt, kam mit diesem zum neu gebildeten Land Thüringen und 1952 als Stadt im Kreis Rudolstadt zum Bezirk Gera.
Durch den Ortschaftsrat wurde, in enger Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Verbänden und Vereinen und mit aktiver Unterstützung der Agrargenossenschaft Teichel e.G.,
das 925-jährige Jubiläum der Ersterwähnung von Teichel im Jahr 2001 mit einer Vielzahl von Veranstaltungen würdig begangen. Höhepunkt war dabei ein großer Festumzug am 01. Juli 2001.
Zentraler Mittelpunkt von Teichel ist der Marktplatz mit dem Rathaus, welches in den Jahren 1863 - 1867 errichtet wurde und in welchem heute noch Teile der Stadtverwaltung sowie das Standesamt der Stadt untergebracht sind. Teichel hat etwa 580 Einwohner.

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Teichel 2 Rathaus Teichel

 

 

Teichröda

Am Zusammenfluss der Remdaer Rinne mit der Gornitz liegt die Ortschaft Teichröda.
Die Ortschaft wird von 120 - 200 m hohen Bergen umgeben, die höchste Erhebung ist die Kuppe. Die Ersterwähnung des Ortes datiert von 1334. Der damalige Name „Techrode“ ist vermutlich von slawischen Personennamen Techorada abgeleitet. Mit der Schreibweise Teyrede im Jahre 1346 wird eine frühe deutsche Umdeutung des Ortsnamens erkennbar.
Im 14. Jh. war Teichröda Bestandteil des schwarzburgischen Burgbezirkes und späteren Amtes Rudolstadt, in das 17 Bauern zinsten. Daneben besaßen zeitweise die Köster Paulinzella und Stadtilm sowie mehrere Adlige Rechte und Einkünfte in Teichröda.
Wegen seines gut erhaltenen historischen Ortsgrundrisses als doppeltes Sackdorf und des Straßen-, Platz- und Ortsbildes stellte das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege das gesamte Ensemble „Ortslage“ unter Denkmalschutz.
Typisch für Teichröda ist ein hoher Anteil von Fachwerkbauten aus dem 18., 19. und dem frühen 20. Jahrhundert.
Auch in Teichröda bildete die Landwirtschaft über Jahrhunderte die Lebensgrundlage der Einwohner. Nach der Wende hat sich die Landwirtschaft mit der Gründung der Agrargenossenschaft Teichel e.G., welche neben ihrem Hauptsitz auch eine größere Milchviehanlage in Teichröda betreibt, zu einem wirtschaftlichen Schwerpunkt entwickelt.
Das neu erschlossene Gewerbegebiet Teichröda mit einer Gesamtfläche von 14 ha, welche nur teilweise belegt sind, steht zu äußerst günstigen Grundstückspreisen allen Investoren zur Neuansiedlung zur Verfügung.
Auch in einem, durch einen privaten Investor erschlossenen Wohngebiet, können noch Baugrundstücke erworben werden.
Neben dem seit vielen Jahrzehnten bestehenden Karnevalsverein von Teichröda haben sich nach 1989 ein „Landfrauenverein“ und der „Fußballverein FC Rot-Weiß Teichröda“ gegründet und sichern im Zusammenwirken mit der Freiwilligen Feuerwehr ein reges Vereinsleben im Ort. Teichröda hat etwa 370 Einwohner.

Teichroeda 1
Teichroeda Teichroeda 2

 

 

Treppendorf

...wurde 874 wohl erstmalig unter dem Namen Trebunesthorp und später im Jahr 1342 als Treppendorf erwähnt. Es war ein kleiner Marktflecken der der Herrschaft Oberkranichfeld.
Bis 1615 hatten es die Reußen als wettinisches Lehen inne, damals gehörte es bis 1620 zu Sachsen - Weimar, später zu Schwarzburg - Rudolstadt, zu Sachsen - Gotha und danach zu Sachsen - Meiningen.
1952 wurde Treppendorf dem Landkreis Rudolstadt zugeordnet. Vorher gehörte es zum Landkreis Weimar.
1620 wurde Treppendorf durch die nördlich gelegene Gemarkung Markersdorf erweitert.
Ein kleiner Teil der Mauer der Kirche von Markersdorf ist bis heute erhalten worden.
Der immer von der Landwirtschaft geprägte Ort wurde noch in den letzten Kriegstagen des
2. Weltkrieges durch amerikanischen Beschuss zum Teil zerstört. Die dabei stark in Mitleidenschaft gezogene Kirche wurde danach teilweise neu errichtet und wegen starker Schäden wurde im Jahr 2001 mit einer umfassenden Sanierung begonnen.
In der ehemaligen Gaststätte mit Saal hat, der sich im Jahr 1999 gegründete Heimatverein Treppendorf e.V., seine Heimstatt gefunden und ist ein Träger des geselligen und kulturellen Lebens im Ort geworden. Der Ort hat 131 Einwohner.

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Treppendorf 3 Treppendorf 2